Bildaufbau im Drittel

Gepostet von am Oktober 7, 2009 in Uncategorized | 1 Kommentar

Bildaufbau im Drittel

Der Urlaub ist für die meisten von uns zwar schon vorbei, aber der nächste kommt bestimmt und davon abgesehen, auch der Herbst ist eine wunderschöne Zeit zum Fotografieren. Darum dachte ich, ich zeige euch kurz, wie man mit einfachen Tricks, ein wenig Ausprobieren und Mut seine Landschaftsbilder aufbessern kann.

Hier ein wunderschöner Baum an einem Strand auf Korsika. Eigentlich ein nettes Foto. Abendstimmung, schöne lange Schatten, korrekte Belichtung, richtige Farbgebung, …  was will man mehr; höchstens das Handtuch links unten stört ein wenig.

doho foto, dorelies hofer, fototipp

Bei näherer Betrachtung und Analyse sieht die Sache schon anders aus.

Versuche dein Bild dynamischer zu positionieren. Dafür ist eine gedachte Dreiteilung des Bildes sinnvoll, so wie im Bild unten das weiße Gitter. Wichtige Motivepunkte sollten in einem Schnittpunkt der Linien liegen – bei mir ist der Baum genau in der Mitte, was ein wenig fad wirkt.
Weiters sollen Horionte, Boden udg. entweder ein Drittel oder zwei Drittel des Bildes füllen. Bei mir geht es wieder mitten durchs Bild – auch das ist fad.
Naja und dann könnte man überlegen und probieren, ob man nicht die Lichtstimmung verbessern könnte, um dem Bild mehr Lichtstimmung zu geben.

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Vorschlag Nummer 2:
Eigentlich ist alles gleich geblieben, aber irgendwie doch nicht.

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Gitter über dem Bild zeigt gleich den Unterschied:
Der Himmel nimmt jetzt 2/3 des Bildes ein und liegt auf der untern Linie – also nicht mehr mittig.
Der Baum ist zwar noch immer mittig aufgebaut, hat aber durch das Hereinholen der Sonne einen dominanten Punkt im linken Drittel bekommen, die Wolken rechts liegen auch schön im Drittel.
Durchaus denkbar wäre auch gewesen, den Bildausschnitt großzügiger zu wählen. Damit hätte man auch den Baumstamm genau auf eine Drittellinie setzen können. Hätte auch den Vorteil gehabt, dem Baum mehr ”Raum” zu geben.
Einen großen Unterschied hat aber auch die Belichtung gebracht. Durch die bewußt kurze Belichtungszeit (1/2000, gegenüber dem oberen Bild von 1/60 sec.) kommt die Kontur des Baumes wunderschön heraus und auch die Wolken und der Himmel wirken gleich ganz anders. Es reduziert sich auf die wenigen wichtigen Dinge und hebt diese besonder hervor. Bei Automatic-Kameras ergibt sich die kurze Belichtungszeit meist automatisch, wenn ihr gegen die Sonne fotografiert, wie beim Sonnenuntergang. Einfach ausprobieren und das Bild danach am Display ansehen!!!

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Auch beim zweiten Beispiel zeigt sich, wie man durch etwas geschickte Anorndung und auch Kamerapositionierung das Bild viel dynamischer und zu einem echten Hingucker gestalten kann.
Wieder ist eigentlich alles viel zu mittig aufgebaut. Das Auge wandert automatisch in den Mittelpunkt zur Sonne und bleibt dort. Es macht sich gar nicht mehr die Mühe herum zu schweifen.

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Gleiches Motiv mit anderer Kamerapositionierung. Das Drittelgitter zeigt gleich die Verbesserung.
Der Sand reicht bis zum unteren Drittel und durch das bewußte Hereinholen des Zaunes rechts, durch den die Sonne blitzt, wird das zum echten Hingucker und das Auge wandert von dort ausgehend über das ganze Bild. Außerdem hat das Bild durch den Zaun einen Vordergrund bekommen.

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Hier nun die verbesserete Form ohne Gitter.
Wie ihr seht, habe ich auch beide Bilder gemacht, aber nicht um euch zu zeigen, wie mache ich es besser, sondern ich bin auch ein wenig herum gegangen und habe unterschiedliche Blickwinkel und Kamerapositionen ausprobiert. Mit der Zeit bekommt man diverse “Regeln” in den Griff und macht sie automatisch. Daher kann ich euch raten, analysiert eure Bilder zu Hause und schaut, was könnte ich besser machen. Wobei – etwas korrekt in ein Drittel zu positionieren könnt ihr oft auch noch zu Hause am Computer, indem ihr eure Bilder ein wenig “zuschneidet” und so den Ausschnitt neu wählt. Aber Achtung, aufpassen, dass noch genügend Pixel übrig bleiben, aber dazu ein anderes Mal.

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Last but not least: Have fun, go out and try it out!!!!

1 Kommentar

  1. Super, wieder was gelernt! Legen wir halt alles “hinter Gitter”. Werd ich gleich mal probieren und die Ergebnisse zur Beurteilung vorlegen.

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